Donnerstag, 15. November 2007

Und er rollt und rollt und rollt...

Eine Woche waren wir noch in Perth, nachdem Petra wieder abgeflogen ist. Wir sind noch fleissig shoppen gewesen, haben uns mit Nadine am Strand getroffen und waren zusammen auf dem Northbridge Festival feiern.
Dann ging unsere Fahrt mit dem Indian Pacific los. Noch schnell ein Abschiedsfoto zusammen mit Nadine und Jan und dann sassen wir fuer die naechsten 2 Tage und Naechte im Zug.
Sobald wir aus Perth raus waren, fuhren wir durch die Nullabor Ebene. Meilenweit nur roter Sand, eine paar Straeucher und Christian konnte sogar mehrere Kaenguruus erspaehen.






Auf ueber 800km kam keine einzige Kurve.
Wir kamen in einem "Ort" vorbei, der nur zwei Einwohner hat. Dort haben wir gehalten, um die Post abzugeben.



Ausserdem haben wir Siggis Haus gesehen. Er ist ein 80 Jahre alter Mann, der ganz alleine im Nirgendwo mit seinen Hunden wohnt. Er winkt jedesmal, wenn der Zug vorbeifaehrt.
Die erste Nacht haben wir noch auf unseren Sitzen ausgehalten, in der zweiten hat Christian dann auf dem Boden geschlafen, weil es einfach zu unbequem war.
Nun sind wir also in Adelaide. Und hier herrscht schon totale Weihnachststimmung. Ueberall haengen riesige Weihnachtsmaenner, Zuckerstangen und Goldkugeln. Und das bei fast 40 Grad. Wir sind natuerlich gar nicht in Weihnachtsstimmung.









Gestern waren wir am Strand, aber schon nach einer dreiviertel Stunde, in der wir sogar im Wasser waren, haben wir es nicht mehr ausgehalten. Einfach zu heiss. Aber ansonsten gefaellt uns Adelaide sehr gut.
Wir haben hier ein sehr schoenes Hostel, man kann die ganze Stadt zu Fuss erkunden, der Strand ist nur 20min entfernt und endlich gibts auch mal wieder Starbucks ;)
Bis Dienstag werden wir noch hier belieben, dann gehts mit dem Bus nach Melbourne.
Nina und Christian

Donnerstag, 8. November 2007

Auf in den Sueden!

So, nun der zweite Teil unseres Roadtrips.
Unser erster Stop von Monkey Mia aus in Richtung Sueden war Geraldton. Dort haben wir eigentlich nur gehalten, um zu uebernachten. Aber wir haben uns dann doch noch das sehr schoene Sydney HMAS Memorial angeguckt.
Als naechstes haben wir wieder eine Nacht in Perth verbracht, bevor es dann weiter nach Augusta ging. Auf dem Weg dorthin haben wir eine Pause in Busselton gemacht. Dort steht der laengste Steg der suedlichen Hemisphaere: 2km lang. Und diese 2km sind wir in einem affenzahn langgesprintet, da wir noch eine Fuehrung im Unterwasserobservatorium mitmachen wollten. Und der Sprint hat sich gelohnt: man ging 9m in die Tiefe und konnte die tollsten Fische ( z.b. den Kugelfisch auf dem Foto) und Korallen sehen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was fuer eine andere Welt sich in nur so ein paar Metern unter Wasser abspielt.
Abends sind wir dann in Augusta angekommen. Es liegt am suedwestlichsten Zipfel von Australien und wir hatten dort die absolut schoenste Jugendherberge. Haetten wir nicht noch so viele tolle Ziele vor uns gehabt, waeren wir gerne noch laenger geblieben.

Aber schon am naechsten Tag gings weiter Richtung Walpole. Unser erster Stop unterwegs war der Beedelup National Park. Dort gab es in mitten des Karri-Waldes einen kleinen Wasserfall, ueber den eine Haengebruecke fuehrte. Todesmutig ueberquerten wir sie ;)
Als naechstes hielten wir am Gloucester Tree. Dort hoerte unser Todesmut dann aber auf: dort konnte man naemlich einen 60m hohen Karribaum nur auf eingeschlagenen Eisenstangen hochklettern. Und das ohne Netz und doppelten Boden. Also klettern wir nur ein paar Meter fuers Foto hinauf.

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Fuessen hatten gings weiter zum Mandalay Beach. Wieder eine Traumbucht - und kalter Wind :(















Nachdem wir eine Nacht in Walpole verbracht haben, gings ins "Valley of the Giants". Dort fuehrt in 40m Hoehe der Tree Top Walk zwischen den riesigen Karribaeumen durch. Beim Wind fing das Strahlgeruest leicht an zu schaukeln, was Petra und Christian gar nicht so lustig fanden (auch wenn es auf dem Foto so aussieht ;))

Wieder an der Kueste, haben wir uns die Elephant Rocks, riesige Felsen, die wirklich aussehen wie Elefanten, angesehen.

Wir sind dann noch weiter bis nach Denmark, wo
wir den besten Pie Australiens gegessen haben, und Albany gefahren. In der Naehe von Albany gab es weitere tolle Lookouts an der Kueste, und diesmal sogar ohne Fliegen ;)

Und dann gings auch schon wieder zurueck nach Perth. Diesmal hatten wir ein tolles Appartment am Scarborough Beach und sogar schoenes Wetter, so dass wir die letzten drei Tage zwischendurch immer mal kurz an den Strand gehen konnten. Schliesslich durfte Petra nicht nach Hause fahren, ohne mal im Meer gewesen zu sein.
Am naechsten Tag haben wir uns den Kings Park angeguckt. Ein schoener Park, von dem man einen tollen Blick auf Perth und den Swans River hat. Zu Christians Freude war auch gerade noch das Red Bull Airrace, so dass staending kleine Flugzeuge ueber unseren Koepfen kreisten.
An unserem vorletzten Tag mit Petra sind wir nach Rottnest Island gefahren. Eigentlich ist diese kleine Insel nicht weit von Perth entfernt, aber es hat uns dann doch mehrere Stunden gekostet, dorthin zu kommen. Und dann gab es dort auch wieder diese vielen Fliegen (siehe "Wedel-Foto" ;))... Aber zum Glueck wurden wir dann doch noch mit einer tollen kleinen Badebucht entschaedigt. Und ein Quokka ist uns auch noch ueber den Weg gelaufen. Quokkas sind ganz kleine Kaenguruus, die ueberall auf der Insel zu finden sind.









Dann war die Zeit mit Petra auch schon wieder vorbei. Noch ein paar lustige Abschiedsfotos und ein trauriger Abschied am Flughafen - und schon sind wir wieder zu zweit.
Aber die zwei Wochen waren toll. Wir haben so viel von Westaustralien gesehen und doch soviel auch noch nicht, da die Zeit einfach zu kurz war. Insgesamt haben wir 3800km und unzaehlige Stunden im Auto verbracht. Bei der Fahrt in den Norden, hat man sich ueber jede kleine Kurve gefreut, denn eigentlich ging die Strasse immer nur geradeaus. Hier sah man das Australien, so wie man es sich immer vorstellt: roter Sand, ab und zu mal ein Busch und sonst...leere Weite. Und leider viel zu viele tote Kaenguruus am Strassenrand. Die Kuestenlandschaft war stattdessen um so abwechslungsreicher: tolle Strande, rot leuchtende Steilkuesten und tolle Blicke aufs Meer und den Nationalpark.
Im Sueden hingegen fuhren wir die meiste Zeit durch Karriwaelder, gruene Wiesen und Weinberge. Und auch wieder eine wahnsinns Kueste.



Jetzt muessen wir uns ueberlegen, was wir die naechsten Wochen machen, bevor es dann Anfang Dezember nach Melbourne geht, um Jens zu treffen.

Nina und Christian